Pansen beim Barfen – muss das wirklich sein?

Das Portionieren, Verarbeiten und der Umgang mit Pansen gehören für die meisten Menschen zu den unangenehmen Aspekten des Barfens. Vielleicht hast du auch Familienmitglieder, die sobald das Futter des Hundes am Pansentag in der Küche steht fluchtartig das Haus verlassen. Denen bei dem Geruch sofort schlecht wird. Vielleicht geht es dir auch selbst so und das Portionieren funktioniert nur am offenen Fenster. Und selbst dies hilft bei machen nicht gegen Würgereiz und Übelkeit.

Pansen, Messer

Ich bin Gott sei dank sehr geruchsunempfindlich. Mich stört der Geruch des Pansens nicht, weshalb ich keine Probleme mit dem Portionieren habe und es mir auch nichts ausmacht, wenn Yunas Pansenportion zum Auftauen in der Küche steht.

Wenn du zu den Menschen gehörst, die ihre eigene Küche am Pansentag möglichst nicht betreten,hast du dir sicherlich schon häufig gewünscht diesen Teil des Barfens einfach weg lassen zu können.

Und ich habe eine gute Nachricht für dich: Du kannst den Pansen problemlos ersetzen.

Du musst dich also nicht mehr jedes Mal überwinden und deinen eigenen Ekel besiegen, wenn du das Futter für deinen Hund zubereitest. Im folgenden zeige ich dir, was du alternativ füttern kannst.

Ein andere Grund für den Verzicht auf die Fütterung kann auch sein, dass dein Hund diese Futterkomponente nicht verträgt. Speziell ältere Hunde als auch Hunde mit empfindlichem Magen-Darm System haben teilweise Probleme bmit der Verdauung des stark bindegewebshaltigen Fleisch. Auch in diesem Fall ist das Ersetzen sinnvoll.

Pansen ersetzen beim Barfen

Eigentlich ist Pansen oder auch Blättermagen nichts weiter als sehr bindegewebshaltiges Muskelfleisch mit vorverdautem Mageninhalt. Während der Pansen einer der vorderen Mägen ist, sitzt der Blättermagen weiter hinten. Dort ist die Verdauung der pflanzlichen Nahrung der Wiederkäuer noch weiter fortgeschritten, weshalb Blättermagen in der Regel noch unangenehmer riecht.

Wenn du auf das Füttern von Pansen und Blättermagen verzichten möchtest, kannst du diese Futterkomponente beim Barf problemlos ersetzen.

Du ersetzt die ausgerechnete Menge des Pansens einfach durch 50% Muskelfleisch und 50% Obst und Gemüse und verteilst dieses auf den Futterplan deines Hundes.
Durch das Muskelfleisch und die pürierte Obst- und Gemüsemischung bildest du den Magen der Wiederkäuer samt Inhalt nach.

Warum überhaupt Pansen?

Pansen wird deshalb gefüttert, weil der Magen von Pflanzenfressern samt Mageninhalt zum natürlichen Beutetier des Hundes gehört. Durch das vorverdaute „Grünfutter“ des Beutetieres enthält er viele Nährstoffe, Ballaststoffe, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe, die wir dem Hund sonst nur durch vorbereitetes Gemüse und Obst (also gedünstetes oder püriertes) zukommen lassen können.

Die Fütterung von Pansen ist also die natürlichste Variante der Fütterung. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass Pansen in der Regel sehr günstig ist.

Schade ich meinem Hund wenn ich keinen Pansen füttere?

Hier lautet die klare Antwort: Nein

Wenn du deinen Hund ausgewogen barfst und den Pansen wie oben geschrieben gegen 50% Muskelfleisch und 50% Gemüse und Obst ersetzt, ist dein Hund weiterhin bedarfsgerecht versorgt. Diese Art der Fütterung führt nicht zu Mangelversorgung.

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