Diese 5 Innereien benötigst du beim Barfen

Das Thema Innereien wird beim Barfen heiß diskutiert. Du wirst zig verschiedene Meinungen und Herangehensweise finden.

Was gehört zu den Innereien? Wieviel sollte gefüttert werden? Kann man Innereien nicht auch einfach weglassen?

Diese 5 Innereien brauchst du beim Barfen

Was meiner Meinung nach zu den Innereien beim Barfen gehört, weshalb die Innereien so wichtig und wie du sie am besten fütterst, darum soll es in diesem Artikel gehen.
Ich richte mich bei meinen Epfehlungen, was Innerein sind, nach Swanie Simon. Beid er Aufteilung der Innereien weiche ich ein wenig von der von ihr empfohlenen Aufteilung ab. Für welche der beiden Aufteilungen du dich am Ende entscheidest, bleibt dir überlassen. Beide Innereinaufteilungen versorgen deinen Hund mit allen Nährstofefn und Mineralien.

Die 5 Innereien beim Barfen

Die Innereien, die den Hund bekommen sollte sind:

  • Leber
  • Herz
  • Niere
  • Milz
  • Lunge

Diese 5 zählen beim Barfen als Innereien. Alle anderen Organe werden bei der Barf Aufteilung nicht zu den Innereien gezählt.
Pansen als Magen von Wiederkäuern zählt beispielsweise als eigenständige Futterkomponente.

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Blase, Darm, Kehlkopf, Euter, Speise- und Luftröhre werden, speziell in Fertigmixen, gern als Innerei gerechnet. Sie enthalten jedoch kaum bis keine Nährstoffe, sind also eher Füllmaterial. Diese Komponenten haben beim Barfen nichts oder nur in sehr geringen Mengen etwas im Hundenapf zu suchen.

Weshalb Innereien beim Barfen so wichtig sind

Die Innereien versorgen deinen Hund mit Nährstoffen, Mineralien und Spurenelementen. Sie sind der größte Nährstofflieferant in der Barf Ration.

Jede einzelne Innerei enthält unterschiedliche Nährstoffe und Mineralien. Dabei gibt es natürlich Unterschiede. So enthält die Leber z.B. die wichtisten Nährstoffe in hohen Mengen, während die Lunge im Vergleich nur wenig Nährstoffe liefert. Da wir uns beim Barfen so nah wie möglich am Beutetier orientieren, macht es trotzdem Sinn auch Lunge zu füttern. Hast du dazu keine Möglichkeit, kannst du diese aber z.B. einfacher eersetzen als Leber, Milz oder Herz.

5 wichtige Innereien - Müssen Innereien beim Barfen wirklich sein?Ohne die Innereien fehlen deinem Hund wichtige Nährstoffe und es kommt mit hoher Wahrscheinlicheit zu einer Mangelversorgung.
Leider gibt es viele Hunde, die gerade am Anfang nicht besonders begeistert von Innereien sind. Das führt dazu, das Hundebesitzer schnell versucht sind die Innereien weg zu lassen. Schließlich soll es dem Hund ja schmecken.

In dem Artikel zu mäkeligen Hunden, findest du ein paar Tipps, was du ausprobieren kannst, wenn dein Hund die Innereien nicht fressen will. Yuna mochte Innereien anfangs auch nicht, danach hat sie sie ein jahr lang anstandslos gefressen. Den Artikel zu den mäkeligen Hunden hat sie sich leider zu Herzen genommen und beschlosse, auch mal das Mäkeln anzufangen und die Innereien zu verschmähen. Bei uns war die Lösung, auf gewolfte Innereien vom Rind zurück zu greifen.
Wenn dein Hund die Innereien nicht fressen will probiere etwas rum. Stückig oder gewolft, verschieden Tierarten oder leckere Zusätze wie Blut, Rinderbrühe, Leberwurst oder körnigen Frischkäse. Erlaubt ist was funktioniert.

Herz – Innerei oder doch Muskelfleisch?

In der Barf Gruppe, in der ich auch Facebook aktiv bin, entbrennen regelmäßig hitzige Diskussionen darüber, ob Herz nun eine Innerei oder Muskelfleisch ist.
Die Wahrheit liegt in der Mitte.

Das Herz ist ein Muskel, ist also Muskelfleisch. Beim Barfen wird es aber häufig nicht zum Muskelfleisch sondern zu den Innereien gezählt. Der grund dafür ist, das Herz ähnlich wie die anderen Innereien viele Nährstoffe, unter anderem hohe Mengen Purin, enthält. Dadurch ähnelt es bezüglich der Nährstoffversorgung eher Leber, Niere, Milz und Lunge.
Dazu kommt, dass das Herz nur einen sehr kleinen Teil des Beutetieres ausmacht. Es sollte mit Blick auf das Beutetierschema und aufgrund der hohen Menge an Nährstoffen nicht in großen Mengen gefüttert werden. In Futterplänen, bei denen Herz als Muskelfleisch statt als Innerei gerechnet wird, sehe ich immer wieder ganze Tagesportionen, bei denen der Muskelfleischanteil komplett aus Herz besteht. Meiner Meinung nach nicht wirklich sinnvoll. Einige Vitamine und Nährstoffe, die in einer solchen „Herz-Mahlzeit“  in viel zu großen Mengen enthalten sind, werden vom Hund ungenutzt wieder ausgeschieden. Außerdem steigern solche Mahlzeiten die Gefahr von Durchfall beim Hund.

Wenn du dich dafür entscheidest, Herz als Muskelfleisch zu behandeln statt es zu den Innereien zu zählen, solltest du darauf achten, das Herz nicht mehr als 5% der Futtermenge ausmacht.

Neben dem Purin enthält Herz Jod, Kupfer, Vitamin B und E, sowie Kalium.

Leber – schädliches Filterorgan?

Die Leber ist die wichtigste Innerei beim Barfen. Gleichzeitig ranken sich viele Mythen und Halbwahrheiten um die Leber, die gerade Anfänger beim Barfen schnell verunsichern.

Ja, die Leber ist natürlich ein Filterorgan. Die Leber speichert aber keine Giftstoffe, sondern wandelt Stoffe, die der Körper nicht verarbeiten kann in Abfallstoffe um und leitet diese weiter.
Wenn du deinem Hund Leber fütterst, musst du also keine Angst davor haben, dass du deinem Hund dadurch schadest.
Viele Menschen argumentieren in diesem Zusammenhang damit, das viele Hunde von Leber Durchfall bekommen. Das sei doch ein untrügliches Zeichen dafür, das Leber nicht gut für den Hund sei.
Tatsächlich ist es so, dass die wenigsten Hunde mit Durchfall auf Leber reagieren – es sei denn die Leber wird in viel zu großen Mengen gefüttert. Dabei passiert das gleiche wie bei zu viel Herz. Der Hund bekommt eine Überdosis an Nährstoffen, die sein Körper nicht verarbeiten kann. Überschüssige Nährstoffe werden unverabreitet wieder ausgeschieden – und das eben oft in Form von Durchfall.

Leber enthält die meisten Nährstoffe und ist somit eine der wichtigsten Futterkomponenten. Sie enthält viel Vitamin A, fast sämtliche B-Vitamine, Eisen und verschiedenste Spurenelemente wie Zink, Mangan, Selen und Kupfer.

Beim Füttern ohne Leber fehlen deinem Hund auf Dauer wichtige Nährstoffe, Mineralien und Vitamine. Du riskierst so eine Mangelernährung

Die Leber sollte, sowohl nach der von mir empfohlenen Aufteilung als auch nach der Aufteilung von Swanie Simon 1/3 der Innereien beim Barfen ausmachen. Das entspricht etwa 5% der gesamten tierischen Barfration.

Niere – noch ein Filterorgan

Zum Thema Filterorgan und weshalb diese für deinen Hund nicht gefährlich sind, habe ich bei der Leber schon was geschrieben.
Auch die Niere ist ein solches Filterorgan, das Giftstoffe oder vom Körper nicht verwertbare Stoffe von der Leber weitergeleitet bekommen, diese umwandelt und in der Regel in Form von Harnstoff aus dem Körper ausleitet. Die Stoffe werden nicht gespeichert.
Die Niere enthält ähnliche Nährstoffe wie die Leber. Das sind z.B. wieder verschiedene B Vitamine, Kupfer, Folsäure und Kalium.

Milz – proteinreiche Innerei beim Barfen

Die Milz ist eine sehr proteinreiche Innerei. Da sie sehr stark durchblutet ist, liefert sie viel Eisen. Die Milz enthält, wie die anderen Innereien beim Barfen viele B Vitamine. Außerdem versorgt sie deinen Hund mit Kupfer, Zink, Folsäure, Vitamin E und Kalium.

Lunge – unterschätzte Innerei beim Barfen

Von vielen wird die Lunge beim Barfen als wertlos abgetan und hat den Ruf nur „Füllmaterial“ zu sein. Tatsächlich enthält die Lunge die wenigsten Nährstoffe im Vergleich zu den anderen Innereien. Sie lässt sich auch am einfachsten ersetzen ohne das bei dem Hund Mängel zu befürchten sind.
Die Lunge enthält ähnliche Nährstoffe wie die Milz und zusätzlich Taurin, das für Katzen eine elementare Aminosäure ist. Hunde benötigen Taurin nicht unbedingt.

Wenn du noch mehr zu den enthaltenen Nährstoffen in den einzelnen Innereien wissen möchtest, kann ich dir den Artikel von Nadine Wolf zu dem Thema empfehlen. Du findest dort unter anderem eine ausführliche Nährstofftabelle.

Müssen Innereien beim Barfen wirklich sein?

Die Frage, ob Innereien beim Barfen wirklich sein müssen, kommt immer wieder auf. Kann man sie nicht irgendwie ersetzen? Oder einfach weglassen?

Man kann natürlich alles, auch die Innereien, beim Barfen weglassen. Ob man seinem Hund damit einen Gefallen tut ist eine andere Frage.
Wenn du irgendwie die Möglichkeit hast, solltest du alle 5 Innereien beim Barfen auch füttern.
Aber es kann natürlich auch Gründe geben, weshalb das Füttern nicht möglich ist. Sei es, dass dein Hund trotz aller möglichen Tricks die Innereien vehement verweigert. Oder dein Hund Allergiker ist und du nicht alle Innereien von den Tieren bekommst die dein Hund verträgt.

Wie schwierig es ist, die Innereien beim Barfen zu ersetzen, hängt davon ab, welche Innereien du ersetzen musst.

Leber ist meiner Meinung nach am schwierigsten zu ersetzen. Wenn du diese nicht fütterst, musst du die fehlenden Nährstoffe irgendwie ausgleichen.
Wenn das für deinen Hund nötig ist, würde ich dir auf jeden Fall dazu raten, die eine Ernährungsberatung zur Unterstützung zu holen. Ein Ernährungsberater erstellt mit dir zusammen einen individuellen Futterplan für deinen Hund, der auf die besonderen Bedürfnisse deines Vierbeiners zugeschnitten ist.

Niere, Milz und Lunge sind, vor allem wenn du lokal kaufst, oft schwierig zu bekommen. Wenn du mal auf eine dieser Innereien verzichtest ist das nicht poblematisch. Ein gesunder, erwachsener Hund kann Nährstoffe speichern und im Bedarfsfall auf seine Reserven zurückgreifen. Die Nährstoffabweichungen sind ohne Niere, Milz und Lunge zwar eher gering, trotzdem solltest du nach Möglichkeit alle Innereien einplanen. Zum einen sind alle Elemente des Beutetieres, zum anderen versorgen sie deinen Hund mit einem Plus an Nährstoffen. Wenn du langfristig keine der drei Innereien bekommst, solltest du für Ersatz sorgen.

Wenn du keine Milz füttern kannst macht es beispielsweise Sinn Blut und Nüsse zuzufüttern, da diese den Hund mit ähnlichen Nährstoffen und Spurenelementen versorgt.

Die Aufteilung der Innereien beim Barfen

Die Innereien sollten beim Barfen 15% des tierschen Futteranteils ausmachen. Die komplette Aufteilung der Barfration findest du unter „Zusammenstellung von Barf„.

Bei der Frage, wie die Innereien auf diese 15% aufgeteilt werden, gibt es verschiedene Antworten.

Innereien Aufteilung beim Barfen von Hunden - 2 VariantenIch empfehle die Aufteilung der Innereien nach der 1/3 Regel.
Dabei wird aufgeteilt in :

33% Leber,
33% Herz,
11% Niere,
11% Milz
11% Lunge

Woher diese Aufteilungsvariante kommt ist nicht klar. Ich dachte anfangs, dass das die Aufteilung nach Swanie Simon ist. Das wird auch imemr wieder so gesagt. Ich musste mich aber eines besseren belehren lassen.
Nach Swanie Simon und Nadine Wolf werden die 15% Inenreien beim Barfen aufgeteilt in:

30% Leber,
17,5% Herz,
17,5% Niere,
17,5% Milz,
17,5% Lunge

Beide Aufteilungen decken den Nährstoffbedarf deines Hundes. Du kannst also frei entscheiden, welche der beiden Aufteilungen dir mehr zusagt.

Gerade bei kleinen Hunden, die nur Minimengen an Innereien benötigen, kann es übrigens Sinn machen, Innereienmixe zu nutzen. Welche fertigen Innereienmixe zu empfehlen sind, habe ich hier schonmal zusammengetragen.

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