Futterplan erstellen Teil 4: Feinheiten und Zusätze für den Wochenplan

Hast du dir inzwischen schon einen Wochenplan für deinen Hund erstellt? Bevor du die Zusätze für das Barfen einplanst, erstell dir am betseen zuerst einen Futterplan.

Futterplan erstellen: Feinheiten und Zusätze

Falls du noch einmal die einzelnen Schritte durchgehen willst, kommst du hier zu den bisherigen Artikeln dieser Artikelserie:

Wenn du dir auf diese Weise einen Futterplan erstellt hast, gilt es nun diesen noch, die wichtigsten Zusätze zu ergänzen. Außerdem solltest du festlegen, von welchen Tieren du das Fleisch fütterst und welche Knochen dein Hund bekommen soll.

Einige arbeiten ihren Wochenplan ganz konkret aus, notieren also beispielsweise das es Montags Muskelfleisch vom Rind gibt, Mittwoch Wildrippe, Donnerstag Putenhals und Putenmuskelfleisch etc.

Da ich mich bei der Zusammenstellung nicht so genau festlegen möchte, halte ich in meinem Plan nur fest welche Sorten Muskelfleisch und welche Sorten rohe fleischige Knochen ich füttern möchte. So bin ich beim Bestellen etwas flexibler was die Mengen angeht. Und es ist auch kein Problem wenn ich mal kein Wildfleisch kriege und dann eben stattdessen mehr von einer anderen Fleischsorten füttere.

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Schau einfach für dich was am besten zu deiner Planung und Vorbereitung passt und probiere verschiedene Varianten aus.

Welche Fleischsorten und welche Knochen füttern?

Überlege dir jetzt also als nächstes, welche Muskelfleisch und Knochensorten du füttern möchtest. Wenn du lokal bei einem Metzger oder einer Schlachterei einkaufst macht es Sinn sich vorher zu informieren, was du dort bekommst. Es ist ziemlich frustrierend, wenn du einen genauen Plan hast und die gewünschten Komponenten dann nicht bekommst. Wenn du online in einem der diversen Barf-Shops bestellst hast du eine große Auswahl und musst dir darüber eher weniger Gedanken machen.

Yuna bekommt Rindfleisch, Wild, Huhn und Pute, außerdem Lachs oder Wildlachs.
Huhn und Pute gibt es hier auch öfter mal im Wechsel. Also mal nur Rind, Wild und Huhn, bei der nächsten Bestellung dann Wild, Rind und Pute.

Weiteres Fleisch, das man gut füttern kann, ist beispielsweise Pferd, Lamm, Kaninchen und Ente.

Rohe fleischige Knochen gibt es hier bei uns aktuell leider nur Hühnerhälse, Putenhälse und Wildrippe. Da ich mir Lamm eigentlich für eine mögliche Ausschlussdiät aufsparen wollte, verzichten wir auf Lammrippe. Kalbsbrustbein ist ebenfalls eine sehr gute Knochenvariante, die viele Hunde beim Barfen bekommen. Da Yuna Kalbsbrustbein aber leider weder stückig noch gewolft verträgt sind wir hier gerade noch auf der Suche nach einer guten Alternative.

Möglichkeiten sind beispielsweise noch Hühnerflügel, Hühnerschenkel, Kaninchen- Gänse-, oder Entenkarkasse.

Tragende Knochen ab Putengröße solltest du nicht verfüttern, da die Knochen zu hart sind und Mikrorisse in den Zähnen verursachen können. Leider werden sie trotzdem verkauft, ich rate dir aber dringend davon ab, deinem Hund zu harte Knochen zu füttern.

Wichtige Zusätze für das Barfen

Öl versorgt deinen Hund mit wichtigen Fettsäuren

Da das Fleisch der gezüchtete Tiere, die wir verfüttern, einen sehr viel niedrigen Omega 3 Fettgehalt hat als das Fleisch wildlebender Tiere, benötigt dein Hund zusätzliches Omega 3 Öl zu seinen Mahlzeiten. Dies kann beispielsweise ein Lachsöl oder auch ein 3-6-9 Öl sein. Achte beim Kauf darauf, das dem Öl Vitamin E zugesetzt ist, da dieses die Aufnahme der Omega 3 Fettsäuren verbessert und außerdem verhindert, dass das Fett schnell ranzig wird.

Bei einem Lachsöl mit Vitamin E benötigt dein Hund 0,3 ml Öl pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag, bei einem guten 3-6-9 Öl kannst du mit 0,2 ml Öl pro Kilogramm Körpergewicht rechnen.

Das Öl solltest du täglich geben und auf die gesamte Woche verteilen.

Seealgenmehl für die Jodversorgung

Da unsere Hunde beim Barfen keine ganzen Beutetiere fressen enthält ihre Nahrung zu wenig  Jod.

Diesen Mangel solltest du durch die Gabe von Seealgenmehl ausgleichen. Einen Rechner zur Berechnung der benötigten Wochenmenge findest du im Menü unter Rechner oder du klickst einfach hier um direkt dort hin zu kommen.

Das Seealgenmehl solltest du an mindestens 4 Tagen in der Woche zum Futter geben. Ich empfehle dir allerdings eher die Aufteilung auf jeden Tag. Schwankungen bei der Jodversorgung können den Organismus des Hundes belasten und im Ernstfall die Schilddrüse schädigen.

Mein Tipp zur gleichmäßigen Verteilung des Seealgenmehls: Fülle die Wochenmenge in einen kleinen Salzstreuer und gib jeden Tag ein wenig über die Mahlzeit  deines Hundes. Wichtig: Achte beim Kauf darauf, das der Jodgehalt des Seealgenmehls angegeben ist, da du sonst die benötigte Menge nicht ausrechnen kannst. Das Seealgenmehl von Lunderland hat beispielsweise eine genaue Deklaration.

Blut oder Salz

Als letztes solltest du den Barf Portionen deines Hundes noch Blut oder alternativ Salz zugeben. Damit versorgst du deinen Hund mit dem nötigen Natrium.
Entweder fügst du den Futterportionen 50 ml Blut pro Kilogramm Muskelfleisch hinzu oder alternativ ca. 1 Gramm Salz pro 10 Kilo Körpergewicht des Hundes.

Das wars, weitere Zusätze benötigst du nicht. Wenn du alle Schritte abgearbeitet hast ist dein Futterplan jetzt fertig.

Bleib flexibel und passe den Futterplan an deinen Hund an

Natürlich kannst du deinen Futterplan variieren, die Zusammensetzung und Verteilung ändern. Das solltest  du darauf ausrichten, wie dein Hund sein Futter am besten verträgt. Yuna hat beispielsweise sehr lange 4-5 Knochenportionen über die Woche verteilt bekommen, da sie sich erst langsam daran gewöhnen musste. Andere Hunde reagieren auf große Mengen Innereien mit Durchfall und müssen vielleicht die Innereien auf 5 Tage verteilt bekommen.

Beobachte einfach deinen Hund und passe deinen Plan entsprechend an.

Öl und Seealgenmehl sind die einzigen unbedingt notwendigen Zusätze, auf die du beim Barfen nicht  verzichten solltest.

Darüber hinaus gibt es weitere Zusätze und Futterkomponenten, mit denen du das Futter deines Hundes zusätzlich aufwerten kannst. Diese werde ich hier auf dem Blog auch noch vorstellen und dir zeigen, wie du diese Komponenten in den Futterplan integrieren kannst. Schau also gern mal wieder vorbei.

Wenn du noch weitere Fragen hast, hinterlasse einfach einen Kommentar.

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2 Antworten

  1. Steffi sagt:

    Halli Hallo,
    erstmal möchte ich sagen,dass deine Beschreibungen sehr gut verständlich sind.Bei den Berechnungen bin ich noch bischen am üben,aber das wird auch noch.Ich bin Neuling auf dem Gebiet und lese mich gerad auf diversen Seiten ein.
    Was ich allerdings vermisse ist die Zutat von Fett? Kannst du mir da noch ein paar Angaben für geben?
    Liebe Grüsse Steffi 🙂

    • Stefanie sagt:

      Hallo Steffi,
      freut mich wenn dir die Artikelserie helfen konnte. Du hast völlig recht, es fehlt das Thema Fett…
      Manchmal ist man so im Thema, das einem sowas wegrutscht.
      Ich habe vor kurzem einen Extra Artikel zum Thema Fett im Muskelfleisch geschrieben, da findest du jede Menge Infos. https://barf-einfach.de/3-gruende-warum-du-auf-genug-fett-im-muskelfleisch-achten-solltest/

      Der Fettanteil des Muskelfleisches sollte bei 15 – 25% liegen. Ich empfehle für normale Hunde eher 15 – 20% Fett. Wie viel Fett du jeweils benötigst hängt davon ab, wie viel Fett das Fleisch bereits enthält. Hier auf der Seite biete ich einen Fettrechner zum Download an, mit dem du ganz einfach ausrechnen kannst, wie viel Fett du dazugeben musst.

      Das Fett, mit dem du das Muskelfleisch ergänzt sollte tierisches, unbehandeltes Fett sein, also beispielsweise Rinderfett, Hühnerfett, etc.
      Gänseschmalz oder auch Kokosöl sind nur im Notfall und zur Überbrückung geeignet.

      Hoffe das ich dir mit den Infos etwas weiter helfen konnte und wünsch dir viel Spaß beim Rechnen. Irgendwann gehts immer besser und mir macht das Rechnen inzwischen sogar Spaß 😉

      Liebe Grüße
      Steffi

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